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Umkleidekabinen, Räume bei Zahnärzten oder Gynäkologen, billige Friseursalons und OP-Säle haben etwas gemeinsam: Grelle Neonröhren an den Decken, die uns auf Herz, Nieren, Seele und Geist durchleuchten. Sich so gesehen zu fühlen, ist den meisten Menschen unangenehm.
Sind wir doch seit frühester Kindheit gewöhnt, dass irgendetwas von irgendwem entdeckt werden wird, was an uns nicht ganz so richtig ist – wenn irgendwer nur gründlich genug schaut. Es werden Fehler gefunden, von denen wir noch gar nichts wussten…

Wer schon einmal mit jemandem zu tun hatte, der permanent kritisiert, wird wissen, wie viel man finden kann, was einen am anderen stört, wenn man erst mal angefangen hat danach zu suchen. Da gibt es Probleme, Angewohnheiten und körperliche Merkmale, mit denen man bisher gut gelebt hat und die man sich plötzlich unbedingt abgewöhnen sollte. Diese Gestalten sind menschgewordene Neon-Röhren. Sie durchleuchten alles, sie finden und bemerken alle Fehler, sogar die, die gar nicht da sind. Diese Art von Menschen sind anstrengend und ermüdend. Ihr grelles Leuchten tut in den Augen weh und trübt gleichzeitig den Blick für alles, was noch so drumherum ist. Wie hypnotisiert muss man immer in ihr scheinbares Licht starren und findet sich doch nicht zurecht. wirklich leuchtend sind sie dabei gar nicht, aber das dauert, bis man vor lauter Blenden bemerkt, was wirklich los ist.

In der Coachingbranche gibt es sehr viele von diesen Menschen. In Agenturen übrigens auch. Scheinbar überall dort, wo besonders empfindsame, kreative Menschen mit der Ambition etwas zu erschaffen, das größer ist, als sie sich aktuell fühlen, aufeinandertreffen. Dort sind sie.

Meist sind sie in einer Position mit Macht und Einfluss, umringt von Lemmingen, die eigentlich alle viel größer sind, als die, die sie da anhimmeln.

Ich habe auch lange solche Menschen angezogen und lange dachte ich, dass irgendwas an mir falsch sein muss. Blöd ist, dass sie alle mit den gleichen Floskeln arbeiten und auch eine exakt gleiche Strategie anwenden, was es einem sehr leicht macht, völlig bewusst, auf den gleichen Kreislauf wieder hereinzufallen. Sie bereiten sozusagen den nächsten ihrer Art die Vorlage.

Solchen Begleitern sollte man sobald wie möglich den Saft abdrehen.
Aber sie trotzdem wertschätzen, als die, die sie sind: Lichtbringer.

In der römischen Mythologie wurde Luzifer als poetische Bezeichnung für den Morgenstern, also den Planeten Venus verwendet. Es handelt sich hierbei um die wörtliche Übersetzung der griechischen Begriffe Phosphóros(„Lichtbringer“) bzw. Eosphóros („Bringer der Morgenröte“), die in Homers Odyssee oder Hesiods Theogonie auftauchten. Luzifer wird auch mit der Göttin Venus in Verbindung gebracht.

In der Bibel ist von Lucifer die Rede. [luci fer] Lichtbringer. Er gilt als der gefallene Engel, gemeinsame Sache machend mit Satan, dem Teufel.

Ich finde, es beschreibt sehr gut, was die „vermeintlich“ Bösen tun. Sie bringen Licht. Sie leuchten aus, was unbemerkt war. Sie zerstören einen subtil, oder offensichtlich.

Nela

glaubt an die weltverändernde Kraft von Kreativität und Selbstverwirklichung. Glück, Frieden und Wohlstand entstehen wie von selbst, durch genutzte Talente, erfüllte Träume und wahr gewordene Lebenspläne. Nicht nur für jeden einzelnen, sondern auch im großen Ganzen.

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